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  • Steffi Haese

Yoga - Warum Yoga einfach glücklich macht!

Aktualisiert: 16. Feb. 2022

Yoga Citta Vrtti Nirodah.

Bedeutet, wenn wir lernen Kontrolle über die geistige Schwingung zu haben, lernen wir zur Ruhe zu kommen, dies entspricht unserer wahren Natur, dann kommen wir unserem wahren Selbst nahe.

Alles Leiden verdanken wir unserem eigenen Geist. Der Geist ist an sich farb- und formlos, nimmt aber Farbe und Form dessen an, woran man denkt. Ist der Geist vollkommen ruhig, rein und konzentriert, dann gewahrt der Mensch seine eigene wahre Natur und ruht in Gott, der Quelle seiner Existenz. Das Auftauchen von Gedanken im Geist erfolgt entweder von außen durch die fünf Sinne oder von innen, durch Impulse aus dem Gedächtnis, in dem alle vom Geist je wahrgenommenen Eindrücke gelagert sind.

Im Verständnis des Yoga ist „Denken“ gleichbedeutend mit „Unreinheit“ und „Leiden“. Folglich erlangt ein Mensch Erlösung und Freiheit, wenn es ihm gelingt, den Geist vollständig von Wünschen, Emotionen und Gedanken freizumachen. Der Weg „zurück“, die Zerstörung des Nichtwissens und damit des Leidens, führt nur über die Bewusstseinserweiterung, über die Reinigung des Geistes.

Dieses zur Ruhe kommen gelingt uns durch: Konzentration. Vollkommene Konzentration führt zur vollkommenen Versenkung (Samadhi), zu vollkommenem Wissen, zu ewigen Frieden und zur Glückseligkeit.

Patanjali fast zusammen, dass ein ruhiger und klarer Geist Voraussetzungen dafür sind, ein friedvolles und freies Leben zu führen. Dagegen führt ein kranker, unruhiger, oder verstörter Geist letztendlich nie dazu, dass wir aus reiner tiefster Liebe handeln können.

Die völlige Hingabe an das Leben und an Gott ist in einem Zustand der Zerstreutheit des Geistes nicht Möglich. Die Voraussetzung in Harmonie mit uns und unserer Umwelt zu leben sind dann nicht geschaffen.




Für mich ist Yoga der Weg der mich zu meinem wahren Selbst führt. Der mich die Differenzierung zwischen Körper, Geist und Seele spüren lässt und mir hilft sie in Einklang und Harmonie zu bringen. Ich lerne besser mit meinen Emotionen umzugehen und mich nicht mit ihnen zu identifizieren. Yoga verhilft mir zu einem besseren Körpergefühl, besser auf meine Ernährung zu achten, Stress abzubauen und zu innerer Ruhe und Frieden. Yoga bringt mir Gott näher.

  • (von Yui = anjochen, verbinden, befestigen) ist „die Vereinigung, das Verbinden“ des begrenzten, individuellen Bewusstseins (Seele) mit dem alldurchdringenden, unendlichen Meer des Bewusstseins (Gott)

Es gibt viele Definitionen was Yoga ist und bedeutet. Auf dieser "Was ist Yoga" Suche ist mir eine Definition begegnet, die mir sehr gut gefallen hat und ein wunderbares Bild im Kopf entstehen lässt.


Im Yoga wird der Mensch als ein Reisender im Wagen des Körpers gesehen. Der Wagen ist der Körper, der Kutscher der Verstand, die fünf Pferde die fünf Sinnesorgane, der Fahrgast die Seele und das Geschirr ist Yoga.



Auch wenn ich seit einigen Jahren Erfahrungen im Praktizieren von verschiedenen Asanas, Pranayamas, Mantren singen und meditieren habe, verstand ich erst während meines ersten Jahres bei Yogi Jain, was Yoga wirklich bedeutet, was ich da eigentlich wirklich tat und welchem Zweck dieses Tun diente.


Das Wissen um die tiefen, verborgenen Geheimnisse in sich selbst, um die Ursache und das Wesen der eigenen Wünsche, Emotionen, Gedanken, ihre Beherrschung und damit die Ruhe und Reinheit des Geistes, die zur Erkenntnis der eigenen, wahren Natur führen – dies ist der Weg und das Ziel des Yoga.


Mein theoretisches Studium begann im Juli 2013 in Berlin. Bis dahin hatte ich keinerlei, theoretisches Wissen über Yoga. Ich praktizierte ausschließlich, wenn auch unregelmäßig, seit dem Jahr 2008. Fast alles was ich über dass „Yoga machen“ wusste, ergab sich aus meiner Praxis. Es war eine wohltuende Abwechslung für mich, mit dem Körper zu arbeiten und den Kopf dabei frei zu bekommen.


Was mich an Yoga sofort faszinierte, war das Gefühl, der sukzessiven Befreiung und der Erleichterung. Befreiung von emotionalem Ballast, alten emotionalen Verbindungen, der Zerstreutheit, der Orientierungslosigkeit, dem Druck allem gerecht zu werden, dem Loslösen von alten überholten Mustern und noch so vieles mehr. Nach einer Yoga Praxis fühlte ich mich auf dem Weg des Ankommens ein Stück weiter. Ich verstand langsam, dass alles das was ich suchte nicht in irgendwelchen Ländern zu finden ist, an irgendwelchen Orten, Plätzen oder bei anderen Menschen, sondern alles was ich suchte war in mir. Ich musste mich nur hinsetzten und in Stille versinken. Diese Erkenntnis war wie ein Befreiungsstoß. Mir wurde bewusst wie viel Energie ich durch sinnlose Aktionen verlor, in denen ich vergebens meine Idealvorstellung von einer Rolle in meinem Leben suchte. Doch wusste ich nicht einmal was ich eigentlich genau suchte. Ich hetzte durch die Gegend und fühlte mich wie ein Hamster im Hamsterrad. Ich hatte ein Ideal von mir in meinem Kopf geschaffen und diesem Ideal lief ich nach. Wie ein getriebenes Pferd auf der Flucht vor dem Feuer. Was mich antrieb war klar. Ich wollte nicht dick, krank, hässlich, arm und machtlos sein. Ich wollte reich, schön, intelligent, jung, gesund, geliebt werden und mächtig sein. Für diese Ziele nahm ich sehr viel in Kauf. Wenn ich heute darüber nachdenke und ich mich daran erinnere wie ich einst mein Leben führte und wie ich mit mir umging, macht es mich traurig. Und so oft es geht bitte ich mich selbst um Verzeihung, für diesen langen quälenden Irrweg den ich bestritt. Doch kann es sein, dass wir uns manchmal erst verlieren müssen, um uns dann wieder ganz nah zu kommen?! Yoga ist für mich der Weg, der mich zu mir führt.


„Weder ist Yoga eine Religion noch eine Philosophie, sondern ein praktischer Weg zur schrittweisen Annäherung an die letzte Wahrheit.“


Yoga zu praktizieren hilft mir mein Leben bewusster zu leben und es beruhigt und harmonisiert meinen unruhigen und wilden Geist. Es brachte mir gegenüber die nötige Selbstliebe zurück und die Kraft mein eigenes Leben zu reflektieren und Entscheidungen ganz bewusst zu treffen. Zur lernen wie man die Kontrolle über den Körper, den Atem und über die Gedankentätigkeit gewinnt, gibt mir das Gefühl kein Sklave, eines sich mir nicht eröffnen wollenden Systems mehr zu sein, sondern gibt mir das Gefühl auch Kontrolle über mein Leben zu gewinnen. Die Sätze: „Du bist, was Du isst.“ oder aus „Gedanken folgen Taten – die Macht der Gedanken.“ Fühlten sich schon immer irgendwie richtig an, nur wusste ich viele Jahre nicht wie ich diesen Kreislauf durchbrechen kann. Yoga hat mein Leben verändert. Stück für Stück, ganz leise, habe ich mir mein Leben zurück erobert. Es hilft mir mich von körperlichen Leiden zu lösen, von alten familiären Mustern und gesellschaftlichen Zwangsstrukturen zu befreien. In dieser Welt gibt es die absolute Freiheit nicht. Schließlich sind wir an Essen, warmer Kleidung und noch so einigen materiellen Dingen gebunden. Yoga jedoch verhilft mir, meine Freiheit im Geiste zu erobern und mein Herz zu befreien, damit ich fähig bin, aus tiefster Liebe zu handeln. Nur wer Frieden in sich trägt, trägt den Frieden auch nach außen.


Namasté.

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